Erdbestattung

Die traditionellste Bestattungsform ist die Beisetzung der/s Verstorbenen mit einem Sarg in einem Erdgrab. Die gesetzlichen Bestimmungen erlauben eine Erdbestattung frühestens 48 Stunden nach Todesfeststellung durch einen Arzt. Spätestens 7 Tage nach der Todesfeststellung muß die Beerdigung erfolgt sein. Unter gewissen Umständen kann diese Frist auch auf Antrag verlängert werden. Unabhängig von der Konfessionszugehörigkeit eines Verstorbenen, kann auf jedem städtischen Friedhof eine Grabstelle erworben werden. Für jüdische Verstorbene ist ein Jüdischer Friedhof in Koblenz, für Muslime ein Friedhof in Neuwied vorhanden.

Es stehen folgende Grabarten zur Verfügung

Reihengräber

Werden der Reihe nach vergeben und können nicht ausgesucht werden. Die Ruhefrist beträgt 20 Jahre und ist nicht verlängerbar. Die Zubettung einer Urne ist nur in den ersten Jahren auf Anfrage möglich. Eigene individuelle Bepflanzung ist erlaubt. Das Aufstellen von Gedenksteinen ist in begrenztem Umfang zulässig. Die Bestimmungen hierfür müssen bei der jeweiligen Verwaltung erfragt werden. Von der Friedhofsverwaltung wird eine Graburkunde ausgestellt, sie enthält den Namen des Nutzungsberechtigten, die Belegung, Bedingungen sowie die Dauer der Nutzung.

Wahlgräber

1. Einzelstellen (Tiefgrab):

Bei einem Wahlgrab können Lage und Gestaltung im Rahmen der Friedhofssatzung selbst bestimmt werden. Der erste Erwerb erfolgt für 30 Jahre. Die erste Sargbestattung in das Walhgrab erfolgt in der Regel als Tiefbeisetzung, so daß eine weitere Erbbestattung, auch innerhalb der Ruhefrist des Erstbeigesetzten, möglich ist. Die Ruhefrist beträgt 20 Jahre und kann danach beliebig zu den dann gültigen Gebühren verlängert werden. Zubettung von bis zu vier Urnen sind jederzeit-, Neubelegung mit einem Sarg nach 20 Jahren erlaubt. Die Nutzungsberechtigten haben sämtliche Rechte und Pflichten an der Grabstelle. Bei jeder Nachbelegung müssen die Pflanzen und ein eventuell aufgestellter Grabstein entfernt werden. Von der Friedhofsverwaltung wird eine Graburkunde ausgestellt, sie enthält den Namen des Nutzungsberechtigten, die Belegung, Bedingungen und Dauer der Nutzung. Die Pflege dieser Stellen muß für die Dauer der Belegung durch Angehörige oder einen Pflegeauftrag gewährleistet sein.

2. Doppelstellen:

Werden Für Erd-Doppelwahlstellen gelten im wesentlichen die gleichen Bedingungen wie für eine Erd-Einzelwahlstelle. Die Erd-Doppelwahlstellen gelten als eine Grabeinheit und müssen daher bei Nachbelegung immer als Einheit betrachtet und für die gesetzlich vorgeschriebene Ruhefrist neu erworben werden. Das heißt: Bei Belegung der zweiten Stelle muß auch die Ruhefrist der erstbelegten Stelle so ergänzt werden, daß jetzt beide Teile der Erd-Doppelstelle wieder für 20 Jahre bezahlt sind. Es ist möglich die Doppelstellen als „Zweiergrab – Nebeneinander“, aber auch als Grabstelle für vier Sargbestattungen (Tieferlegung) plus vier Urnenbeisetzungen zu nutzen. Bei jeder Nachbelegung müssen die Pflanzen und ein eventuell aufgestellter Grabstein entfernt werden. Von der Friedhofsverwaltung wird eine Graburkunde ausgestellt, sie enthält den Namen des Nutzungsberechtigten, die Belegung, Bedingungen und Dauer der Nutzung. Die Pflege dieser Stellen muß für die Dauer der Belegung durch Angehörige oder einen Pflegeauftrag gewährleistet sein.